Upcycling bedeutet: nicht wegwerfen, sondern aufwerten. Alte Kleidung reparieren, Stoffe neu kombinieren, Möbel umgestalten – das spart Ressourcen und macht den Kleiderschrank einzigartig. Aber nicht nur Mode kann man wiederverwerten. Auch der Bausektor ist ein Problem für den Klimaschutz und sollte den Weg in die Nachhaltigkeit finden – besser früher als später.
Stoff für die Zukunft
Fast Fashion, Wegwerfgesellschaft, Klimakrise – wir kennen die Probleme, doch oft ändern wir wenig. Dabei kann nachhaltiger Konsum überraschend einfach beginnen: mit Nadel, Faden und ein wenig Mut. In Wien zeigt eine junge Upcycling-Designerin, wie viel Potenzial in aussortierter Kleidung steckt. In ihrem Atelier Reworked verwandelt sie beschädigte Stücke in individuelle Einzelteile und beweist, dass Mode auch dann wertvoll ist, wenn sie schon mehrere Leben hinter sich hat.
Julia Stürmer hat sie besucht – und dabei nicht nur kreative Reparaturen entdeckt, sondern auch die Initiatorin des Repair Festivals Wien, das Menschen ermutigt, ihre Kleidung länger zu nutzen und selbst Hand anzulegen. Ein Blick in eine Werkstatt, in der Nachhaltigkeit nicht nur ein Trend ist, sondern gelebte Praxis.
Kreislaufwirtschaft am Bau
Bauschutt stapelt sich, Rohstoffe werden knapp – der Bausektor ist mitten im Wandel und einer der größten Hebel im Kampf gegen die Klimakrise. Aber was, wenn Gebäude selbst zu Rohstoff-Lieferanten werden könnten? Und wie kann Kreislaufwirtschaft die Bauindustrie revolutionieren?
Matthias Stockenhuber zeigt, wie clevere Ideen und innovative Konzepte nicht nur Abfall reduzieren, sondern auch den Weg zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Bauweise ebnen.
Nachhaltige Architektur
Wie können wir bauen, ohne unsere Umwelt zu überlasten? Im Gespräch mit Miriam Al Kafur erklärt Christa Hörburger vom Studio Acker, was nachhaltiges Bauen heute wirklich bedeutet. Denn die Bauindustrie verbraucht riesige Mengen Rohstoffe und produziert gleichzeitig enorme Abfallmengen. Die Lösung: Gebäude von Anfang an so planen, dass Materialien im Kreislauf bleiben – also Bauteile später einfach wiederverwendet werden können.
In diesem Beitrag erfahrt ihr, wo das bereits gut funktioniert, welche Herausforderungen es noch gibt und wie zukunftsfähiges Bauen praktisch umgesetzt werden kann.
